📌 Der Zusammenbruch von AscendEX bringt das Thema der selbstständigen Verwahrung von Vermögenswerten erneut ins Gespräch.
**ru** Catenaa, Sonntag, 19.
Juli 2026 Die Kryptobörse AscendEX hat ihren Betrieb eingestellt, nachdem in der Blockchain eine Meldung des Analysten ZachXBT aufgetaucht war, der auf erhebliche Schwierigkeiten bei der Auszahlung von Geldern und einen Rückgang der Bestände in den Hot Wallets hingewiesen hatte, wodurch Kunden nun auf eine manuelle Überprüfung von Auszahlungsanfragen angewiesen sind und die Diskussion über die Gefahren einer zentralisierten Verwahrung von Vermögenswerten wieder aufgeflammt ist.
Die Plattform, die zuvor als BitMax bekannt war, stellte am 1. Juli ihren Betrieb ein, nachdem sie schrittweise die Registrierung neuer Konten, Einzahlungen und Handelsfunktionen eingestellt hatte. Automatische Auszahlungen wurden ebenfalls deaktiviert, und alle verbleibenden Kundenanfragen werden manuell bearbeitet.
Die Einstellung erfolgte nach einer öffentlichen Warnung von ZachXBT vom 26. Juni, in der Verzögerungen bei Auszahlungen sowie ein drastischer Rückgang der Reserven wichtiger digitaler Vermögenswerte wie Ethereum, Tether und Solana in den Betriebswallets von AscendEX festgestellt wurden. LINE_BREAK Obwohl diese Warnung nicht der Grund für den Zusammenbruch der Börse war, gab sie den Nutzern ein frühes Signal dafür, dass sich die Liquiditätsprobleme im System verschärft hatten.
Dieser Vorfall macht erneut deutlich, dass zentralisierte Börsen unabhängig von den Marktbedingungen oder früheren Erfolgen bei der Kapitalbeschaffung weiterhin anfällig für Betriebsstörungen sind.
Wie AscendEX erklärte, war die Schließung das Ergebnis einer Kombination aus regulatorischen und finanziellen Schwierigkeiten.
Das Unternehmen verwies auf die Unmöglichkeit, eine Genehmigung im Rahmen des europäischen Gesetzes Über Märkte für Krypto-Vermögenswerte (MiCA) sowie auf das Scheitern einer strategischen Transaktion, die die finanzielle Lage des Unternehmens hätte stärken sollen.
Bereits wenige Tage nach der öffentlichen Warnung von ZachXBT begann die Plattform, ihre Kerndienste einzustellen, versicherte den Kunden jedoch, dass Auszahlungen weiterhin möglich seien.
Seitdem erfolgt dieser Prozess vollständig manuell, was zu Unsicherheit darüber geführt hat, wie schnell die betroffenen Nutzer wieder Zugriff auf ihre digitalen Vermögenswerte erhalten werden.
Die Börse empfahl Kunden, die Schwierigkeiten bei der Auszahlung hatten, Beschwerden bei den zuständigen Finanzaufsichtsbehörden einzureichen.
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Der Zusammenbruch von AscendEX war ein weiteres Beispiel für ein Szenario, das sich in der Kryptowährungsbranche bereits mehrfach wiederholt hat.
Die ersten Warnsignale zeigen sich in der Regel in Form von Auszahlungsverzögerungen, sinkenden Guthaben in den Wallets oder unerklärlichen Betriebsbeschränkungen, noch bevor die Börsen das Vorliegen tiefergreifender finanzieller Probleme einräumen.
Blockchain-Analysten, die die Aktivitäten öffentlicher Wallets verfolgen, gehören zunehmend zu den ersten Quellen für Marktinformationen, wenn zentralisierte Plattformen mit Liquiditätsproblemen konfrontiert sind.
Im Gegensatz zu traditionellen Finanzinstituten veröffentlichen Kryptobörsen häufig Daten über Geldbewegungen in öffentlichen Blockchains, was es unabhängigen Forschern ermöglicht, ungewöhnliche Transaktionen oder einen Rückgang der Reserven noch vor offiziellen Erklärungen aufzudecken.
Der Fall AscendEX zeigt, wie die Transparenz der Daten in der Blockchain als informelles Risikoüberwachungssystem für Nutzer dienen kann, die die Zahlungsfähigkeit einer Börse einschätzen möchten.
Die Schließung der Börse unterstreicht zudem den wachsenden Einfluss regulatorischer Standards auf zentralisierte Kryptowährungsunternehmen.
Der europäische Rechtsrahmen MiCA verlangt, dass Börsen, die in seinem Geltungsbereich tätig sind, vor Aufnahme ihrer Dienstleistungen die Anforderungen in Bezug auf Lizenzierung, Unternehmensführung und Verbraucherschutz erfüllen.
AscendEX nannte die Unmöglichkeit, die erforderliche Genehmigung zu erhalten, als einen der Faktoren, die zur Schließung geführt haben.
Dieses Ereignis zeigt, dass die Einhaltung regulatorischer Anforderungen für das Überleben einer Börse ebenso wichtig wird wie Technologie, Liquidität und Cybersicherheit.
Gleichzeitig kann eine strengere Aufsicht allein operative Störungen nicht beseitigen, was die Bedeutung eines eigenverantwortlichen Risikomanagements seitens der Anleger unterstreicht.
AscendEX nahm 2018 unter dem Namen BitMax den Betrieb auf und führte drei Jahre später ein Rebranding durch.
Im Jahr 2021 wurde die Börse Opfer eines Cyberangriffs, bei dem rund 78 Millionen Dollar aus ihren Hot Wallets gestohlen wurden; später wurde dieser Vorfall der nordkoreanischen Gruppe Lazarus zugeschrieben.”,”detected_source_language”:”RU